Die Geschichte des Rittergut Birkhof
Der Birkhof ist Stammsitz der Familie Weidenfeld bis zum heutigen Tage. Die erste Nennung erfolgte schon im Jahr 1252. Die damaligen Besitzer vermachten den Birkhof dem Deutschen Orden, der wiederrum den Besitz an die Vorfahren der Familie Weidenfeld verpachtete. Ende des 17. Jahrhunderts erwarb Heinrich Weidenfeld den Birkhof. Die weitere Entwicklung ab diesem Punkt sehen Sie an unserer chronologischen Zeitleiste.
1839 - Fertigstellung des größten Teils der jetzt noch vorhandenen Gebäude.
1846 - Verleihung der Eigenschaft eines landtagsfähigen Ritterguts durch Friedrich Wilhelm König von Preußen.
1905 - Errichtung des Jugendstilbaus mit dem dazugehörigen Turm durch den Großvater des heutigen Besitzers.
1929 - Erstmalig werden gärtnerische Produkte angebaut, nachdem in den früheren Jahrhunderten vorrangig Landwirtschaft und Viehzucht vorherrschte. Die Holländer machten im rheinischen Raum den Anfang, indem sie Frühkartoffeln und Blumenkohl anbauten. Unter deutscher Regie folgten daraufhin die ersten Versuche mit Blumenzwiebeln. Die damalige Rezession verhinderte vorerst einen wirtschaftlichen Erfolg.
1934 - Nachdem der erste Absatz der Blumenzwiebeln von Tulpen, Narzissen und Hyazinthen, über Großhändler erfolgte, ging nun der zweite Schritt in die Endvermarktung. Ein kleiner Katalog wird herausgebracht und über das gesamte Deutsche Reich verschickt.
1945 - Einschränkung des Anbaus von Blumenzwiebeln durch die Siegermächte, insbesondere der Engländer. Die Ernte wurde requiriert und auf die englische Insel kostenlos zum Versand gebracht.
1948 - Beginn des Wiederaufbaus der Kulturen. Durch die Zweiteilung des Landes ging zunächst eine große Anzahl der Kunden verloren. Die Stadtverwaltungen sind die ersten Kunden, die nach einer Übergangsphase aufnahmefähig sind.
1950 - Der Privatverkauf kommt in Bewegung. Als der Verkauf über die in den 80er und 90er Jahren eröffneten Gartencenter direkt an den Kunden erfolgen konnte, wurde der Blumenzwiebelversand eingestellt.
1986 - Beginn der Restaurierung des schinkelschen Wirtschaftsgebäudes. Der einsturzgefährdete Dachstuhl wird neu errichtet. Die übrigen Gebäude werden nach denkmalschützerischen Gesichtspunkten wiederhergestellt. Über einen Großhandelskatalog wird nun der Samenhandel und die Stadtverwaltungen angesprochen. Zu dieser Zeit verwandelte sich der Birkhof mit seinen weitläufigen Blumenzwiebelfeldern zu einem beliebten Ausflugsziel, das weit über die Grenzen des damaligen Kreises Neuss bekannt war.
2010 - Umbau und Erweiterung der Gesamten Verkaufsfläche des Pflanzen-Centers auf insgesamt 10.000 qm.

